Der in Lugano praktizierende Spezialist für Implantologie Massimo Ciocco war unter den Schweizer Zahnärzten einer der ersten, die einen Intraoral-Scanner kauften. Dr. Ciocco, seine Patienten und das Labor profitieren allesamt von dem neuen Scanner.
 
Weshalb arbeiten Sie mit einem Intraoral-Scanner?

Diese Technologie hat mich bereits vor rund neun Jahren begeistert, als ich den ersten Intra-oral-Scanner sah. Als Computerlaie schien mir die Zeit aber noch nicht reif für den klinischen Einsatz. Es waren ja noch gar keine Geräte auf dem Markt. Als ich sah, dass iTero von einem verlässlichen Partner unterstützt wird, habe ich mich entschieden, diesen Schritt zu wagen – auch wenn noch kaum einer meiner Kollegen Erfahrungen damit hatte. Bis heute habe ich es nicht bereut. Das Arbeiten mit dem Intraoral-Scanner begeistert mich jedes Mal wieder aufs Neue.

Wie schnell haben Sie sich zurechtgefunden?

Die Schulung dauerte einen Nachmittag, und am nächsten Tag habe ich bereits fünf Patienten ge-scannt. Dass beim ersten Mal Leute von Straumann dabei waren, hat sehr geholfen. Aber es ist so einfach, und die Ergebnisse waren von Beginn an mindestens so gut wie mit dem herkömmlichen Verfahren.

Was hat sich mit dem Scanner für Sie geändert?

Ich habe Abdrücke nie gerne gemacht. Auch für die Patienten ist die herkömmliche Prozedur unangenehm. Nicht so mit dem Scanner. Die Arbeit geht besser voran, und ich kann das Ergebnis sofort kontrollieren. Damit kann ich meine Zeit besser planen und habe kaum Verspätungen. Das bedeutet viel weniger Stress für alle. Auch die Patienten sind zufriedener, wenn neue Technologien eingesetzt werden; sie merken, wie sehr sich das Team engagiert!

Wie wirkt sich die neue Technologie im Labor aus?

Die Zusammenarbeit erfolgt jetzt digital, das macht vieles einfacher. Weil die Daten via Internet übertragen werden, muss das Labor nicht mehrmals täglich jemanden schicken, um die Abdrücke abzuholen. Dies reduziert Aufwand und Kosten. Den Dentaltechnikern macht die neue Technologie mehr Spass; und es spornt sie an, noch besser zu werden.

Für wen lohnt sich ein Intraoral-Scanner?

Ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten profitieren. Es ist eine echte „Win-Win-Situation“: für Patienten, Zahntechniker, die Industrie und natürlich auch für mich als Zahnarzt. Für die Patienten ist die Abdrucknahme wesentlich angenehmer. Dank höherer Effizienz, digitaler Arbeitsprozesse und neuen Materialien kann die Versorgung preisgünstiger und dennoch von höchster Qualität sein. Aus denselben Gründen bleibt der Zahntechniker konkurrenzfähig und kann die Geschäftsbeziehung zu seinem Zahnarzt festigen. Die Industrie wiederum kann dem Zahnarzt und Zahntechniker modernste Technologie anbieten; und der Zahnarzt schliesslich kann dem Patienten mehr bieten, was auch seine eigene Wettbewerbsposition verbessert. Mir persönlich haben der Intraoral-Scanner, die CADCAM-Produktion und die neuen Materialien geholfen, trotz des schwierigen Marktumfelds mehr Patienten zu behandeln.

Welche Schritte planen Sie als nächstes?

Jemand soll einmal gesagt haben: „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“. Dasselbe gilt für meine Arbeit. In meiner Praxis bin ich mit der Digitalisierung schon recht weit, wenn ich das mit meinen Schweizer Kollegen vergleiche. Jetzt geht es darum, auf meinem jetzigen ‚digitalen‘ Stand zu arbeiten und zusätzliche Erfahrungen zu sammeln, um die etablierten Protokolle noch weiter zu verbessern – damit die Behandlung noch effizienter wird und noch weniger Zeit braucht. Die Arbeitsabläufe sollen noch einfacher werden. Was ich sehr gerne sähe, sind digitale intraorale Lösungen für die abnehmbare Prothetik. Ich hoffe, dass die Industrie diese bald entwickelt.