Finanzkennzahlen 2012

2012 erzielte die Straumann-Gruppe einen Umsatz von CHF 686 Mio., in Lokalwährungen (LW) nicht ganz 2% und in Schweizer Franken knapp 1% unter dem Vorjahresumsatz; dies reflektiert den zum ersten Mal seit 2007 positiven Währungseffekt. Nordamerika erwies sich als wichtigster Umsatztreiber, ergänzt durch zweistelliges Wachstum in China und Lateinamerika. Diese guten Leistungen reichten indes nicht, um schleppende Umsätze in Europa, Japan und im Nahen Osten wettzumachen.

Trotz einer Verbesserung um 130 Basispunkte bei der Bruttomarge (78%) sank der Betriebsgewinn (EBIT) auf CHF 61 Mio., was einer Marge von 9% entsprach. Ohne Sondereffekte – eine Wertminderung von CHF 21 Mio. im Zusammenhang mit dem Geschäft mit regenerativen Produkten sowie Einmalaufwendungen von CHF 18 Mio. wegen Kostenoptimierungsinitiativen und Abfindungen – läge der Betriebsgewinn bei CHF 100 Mio. (2011: CHF 120 Mio.), was einer Marge von nahezu 15% entspricht.

Der ausgewiesene Reingewinn inklusive Sondereffekte betrug CHF 36 Mio.; der unverwässerte Gewinn pro Aktie belief sich auf CHF 2.36 (2011: CHF 4.54).

Wir haben unser Geschäft in Nordamerika und in anderen wichtigen Wachstumsmärkten wie China und Brasilien weiter ausgebaut. Die kräftigen Zuwächse dort reichten jedoch nicht, um den Rückgang in unserer Hauptregion Europa wettzumachen. Aufgrund der geringeren Umsätze und der auf Wachstum ausgerichteten Kostenbasis sanken unsere Margen auf ein Niveau, das ein rigoroses Kostenmanagement auf allen Ebenen sowie einen neuen, resoluten Führungsstil erfordert, damit Änderungen rasch und konsequent vollzogen werden. Wir haben entsprechende Massnahmen eingeleitet und sind entschlossen, unsere Betriebsmarge mittelfristig auf ein signifikant höheres Niveau zu verbessern.

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Thomas Dressendörfer
CFO und Chief Risk Officer